Diskussionsveranstaltung am 17. Mai 2010 in Hannover
„Wir Niedersachsen – sturmfest und erdverwachsen?“
- Kultur im ländlichen Raum -
Die niedersächsische CDU-Landtagsfraktion hat am 17. Mai 2010 im Rahmen ihres Schwerpunktthemas 2010 „Ländlicher Raum - Netzwerk ohne Grenzen" eine weitere erfolgreiche gut besuchte Veranstaltung durchgeführt. Gut 80 Vertreter aus Kultur, Wirtschaft und Politik waren der Einladung nach Hannover gefolgt und haben zum Thema „Wir Niedersachsen - sturmfest und erdverwachsen? Kultur im ländlichen Raum" diskutiert und beraten.
„Wir wollen Wege suchen und aufzeigen, um trotz des demographischen Wandels das kulturelle Leben speziell im ländlichen Raum zu erhalten, zu fördern und weiterzuentwickeln", beschrieb der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karl-Heinrich Langspecht einleitend das Ziel der Veranstaltung.
"Events ziehen das Publikum an - Inhalte aber binden das Publikum langfristig"
Der Präsident des Niedersächsischen Heimatbundes Prof. Dr. Hansjörg Küster, ging in seinem Impulsreferat insbesondere auf die Bedeutung der Kultur für den ländlichen Raum ein. „Immer sollte klar sein: Förderung von Kultur bringt Orte zum Leuchten. Ist ein Ort mit seiner Umgebung und seinen Bewohnern zum Leuchten gebracht, setzt das Kräfte frei, die wir brauchen, um Gegenwart und Zukunft zu meistern."
In der anschließenden Podiumsdiskussion ging es um den Erhalt einer möglichst breiten Palette kultureller Aktionen in der Fläche. Die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen Anne Denecke, führte die Regionalisierung als den „Königsweg" ins Feld. „Die Organisation von Kultur und die Kulturförderung in Niedersachsen sind der Schlüssel zur Zukunft der Kultur".
Insgesamt kamen die Teilnehmer immer wieder auf das Thema Finanzen und Förderung. Die ebenfalls anwesende neue niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Prof. Dr. Johanna Wanka versprach den Kulturschaffenden und -interessierten, die geäußerten Aufrufe, Bitten und Vorschläge mit zu nehmen. Sie wolle einzelne Förderprogramme auf den Prüfstand stellen und sich schnellstmöglich einen Gesamtüberblick über die Kulturlandschaft in Niedersachsen machen.
Prof. Dr. Uwe Meiners vom Museumsdorf Cloppenburg lobte die „beneidenswerte Stiftungslandschaft in Niedersachsen". Gleichzeitig betonte er aber, die Kommunen dürften sich nicht aus der Verantwortung ziehen".
Unter der Moderation von Prof. Dr. Wolfgang Schneider vom Institut für Kulturpolitik an der Universität Hildesheim machten alle Beteiligten deutlich, dass Kultur im ländlichen Raum ein wichtiger Faktor zur Erhaltung des ländlichen Lebens sei. Sie sichere Lebensqualität und stärke die Identifikation der Bevölkerung mit ihrem Wohnstandort. Ein vielfältiges kulturelles Angebot wirke sich zudem auf die touristische Attraktivität einer Region aus. „Niedersachsen ist auf einem guten Weg, aber bis zum Ziel ist es noch ein weiter Weg", waren sich die Teilnehmer der Veranstaltung sicher.



