"Leben im Ländlichen Raum – zwischen Dorfladen, Landarzt und Biogasanlage"

Ein Mittgagsgespräch am 3. Februar 2010

Landrat Reinhard Schermann Landrat Reinhard Schermann

Die "Mittagsgespräche" sind als Veranstaltungsart ein fester Bestandteil des Schwerpunktthema Niedersachsen. Hier sind die wichtigsten Multiplikatoren des Themenbereichs eingeladen, um kurz und effektiv einen Teilaspekt der Reihe zu diskutieren. Den Auftakt einer Folge von "Mittagsgesprächen" bildet am Mittwoch, 3. Februar 2010 von 12.00 bis 14.00 Uhr die Veranstaltung „Leben im Ländlichen Raum – zwischen Dorfladen, Landarzt und Biogasanlage“. Hierzu wird Herr Reinhard Schermann, Landrat des Landkreises Göttingen vortragen.

Herr Schermann ist als Landrat in Südniedersachsen prädestiniert, die Situation im Ländli-chen Raum darzustellen. Welche Möglichkeiten sich bieten, aber auch welche Probleme es zu lösen gilt, wird Herr Schermann uns am Beispiel seines Landkreises aufzeigen.

Zu der Veranstaltung haben wir einen Kreis von Multiplikatoren eingeladen, der sich täglich mit der Situation im Ländlichen Raum beschäftigt.

Höherer Stellenwert für den ländlichen Raum

Die CDU-Landtagsfraktion will für das Jahr 2010 den ländlichen Raum in Niedersachsen stärken. Mit dem Mittagsgespräch im Februar wurde der Auftakt zu dem aktuellen Jahresthema gegeben. „Ziel des neuen Schwerpunktthemas ist es, die Herausforderung für die künftigen Lebens-, Bildungs- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum zu erhalten“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Karl-Heinrich Langspecht.

„Eine leistungsfähige und moderne Infrastruktur ist die Voraussetzung dafür, dass die Menschen in den Dörfern leben“

Den Vortrag zu Beginn der Veranstaltung hielt der Landrat des Landkreises Göttingen Reinhard Schermann. Er betonte die Wichtigkeit des ländlichen Raumes und warnte vor einem zu allgemeinen Blick auf die Regionen abseits der Ballungszentren. 56 Mio. Menschen und somit zwei Drittel aller Deutschen leben im ländlichen Raum. Er steht für 23 Mio. Arbeitsplätze und rund 57 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung. Zur Förderung der ländlichen Regionen sei als Dreh- und Angelpunkt die leistungsfähige und moderne Infrastruktur, um den Folgen des demografischen Wandels entgegenzuwirken. Als weiteren Schwerpunkt nannte Schermann die Wirtschaftsförderung. Dabei müsse man die wirtschaftsstarken ländlichen Gebiete in der Nähe der Zentren sowie heutzutage auch die wirtschaftsschwächeren in der Peripherie beachten. Als Alternative die beispielsweise Hochzeitsprämie einzuführen, betrachtet Landrat Schermann als wenig sinnvoll. „Ein Landkreis wird mit einem zweiten Boot nicht unbedingt besser“, sagte Schermann.

Als fachkundiger Referent: Landrat Reinhard Schermann Als fachkundiger Referent: Landrat Reinhard Schermann

Die CDU-Landtagsfraktion hat am 3. Februar 2010 das erste „Mittagsgespräch“ zu ihrem Schwerpunkthema „Ländlicher Raum - Netzwerk ohne Grenzen -“ durchgeführt. Rund 100 Gäste waren der Einladung nach Hannover gefolgt und haben das Thema „Leben im Ländlichen Raum – zwischen Dorfladen, Landarzt und Biogasanlage“ diskutiert und beraten. Den Impulsvortrag zu Beginn der Veranstaltung hielt der Landrat des Landkreises Göttingen Reinhard Schermann.

„Ziel des neuen Schwerpunktthemas für 2010 ist es, konkrete Antworten auf drängende Fragen und Herausforderungen für die künftigen Lebens-, Bildungs- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum zu erhalten. Wir wollen konkrete Verbesserungen erreichen“, erläuterte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Karl-Heinrich Langspecht das Projekt.

Während seines Vortrages wies Landrat Schermann auf die Bedeutung des ländlichen Raumes hin. 56 Mio. Menschen – also zwei Drittel aller Deutschen – leben im ländlichen Raum. Der ländliche Raum stehe für etwa 23 Mio. Arbeitsplätze und rund 57 % der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung.

Der ländliche Raum sei kein einheitliches Gebilde. Es gäbe vielmehr oft wirtschaftsstarke ländliche Gebiete in der Nähe der Zentren und wirtschaftsschwächere in der Peripherie. „Eine leistungsfähige und moderne Infrastruktur ist die Voraussetzung dafür, dass die Menschen in den Dörfern bleiben bzw. zuziehen. Allerdings lassen sich nicht alle Unterschiede in den Lebensverhältnissen einebnen“, sagte Reinhard Schermann.

Die Beteiligten des Mittagsgespräches machten deutlich, dass der ländliche Raum angesichts der demographischen Entwicklung vor großen Herausforderungen stehe. „Diese Herausforderung nehmen wir an. Wichtig ist, den notwendigen Erhalt und Ausbau der Infrastruktur sowie Angebote der öffentlichen Daseinsvorsorge gezielt darauf abzustimmen“, sagte der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Clemens Große Macke.