"Der Ländliche Raum – Gratwanderung zwischen Agribusiness, demographischem Wandel und Kuhstallverklärung"

Unser Kongress am 3. März 2010 in der Uni Vechta

Clemens Große Macke MdL - Ideengeber und Verantwortlicher für den KongressClemens Große Macke MdL - Ideengeber und Verantwortlicher für den Kongress

Ein Leuchtturm unserer Projektreiche ist der Kongress "Der Ländliche Raum – Gratwanderung zwischen Agribusiness, demographischem
 Wandel und Kuhstallverklärung".

Ressortübergreifend sollen die Möglichkeiten der ländlichen Regionen gegenüber den Ballungszentren als gleichwertige Lebens-, Wirtschafts- und Kulturräume dargestellt werden.
Wir wollen dabei die Chancen und das Potential des Ländlichen Raumes herausstellen und die Handelnden zukunftsfähig machen.

Unser Programm:

Begrüßung:
David McAllister MdL, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag

Vorstellung des Schwerpunktthemas der CDU-Fraktion im Jahr 2010
„Ländlicher Raum – Netzwerk ohne Grenzen“:

  • Karl-Heinrich Langspecht MdL, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender für den Bereich „Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Landesentwicklung und Umwelt“
  • Clemens Große Macke MdL, Agrarpolitischer Sprecher


"Akteure im ländlichen Raum – Bedeutung des Agribusiness´ im Agrarland Niedersachsen"
Impulsreferat: Prof. Peter Weingarten (Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Braunschweig
Podiumsdiskussion:

  • Hans-Heinrich Ehlen MdL, Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung des Landes Niedersachsen
  • Werner Hilse, Präsident Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V.
  • Dr. Niels Pörksen, Vorsitzender des Vorstandsressorts Agrarwirtschaft der Nordzucker AG
  • Moderation: Klaus von der Brelie, Hannoversche Allgemeine Zeitung


"Masterplan für den Ländlichen Raum – Demographischer Wandel, starke Kommunen, Infrastruktur und Grundversorgung"
Impulsreferat: Peter Hauk MdL, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg - ehemals Minister für Ernährung und Ländlichen Raum des Landes Baden-Württemberg

Podiumsdiskussion:
Hans Eveslage, Landrat des Landkreises Cloppenburg

Agnes Witschen, Vorsitzende des Landfrauenverbandes Weser-Ems
Prof. Dr. Hans-Ulrich Jung, Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung
Rainer Rauch, Bürgermeister der Gemeinde Lindern (Oldenburg)
Moderation: Klaus von der Brelie, Hannoversche Allgemeine Zeitung

Schlusswort:
Karl-Heinrich Langspecht MdL, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag

Fraktionsabend
“Erdverbunden und bodenständig“
Eröffnung durch den Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen
Christian Wulff MdL

Begrüßung:
David McAllister MdL, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag

Vorstellung des Schwerpunktthemas der CDU-Fraktion im Jahr 2010
„Ländlicher Raum – Netzwerk ohne Grenzen“:

  • Karl-Heinrich Langspecht MdL, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender für den Bereich „Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Landesentwicklung und Umwelt“
  • Clemens Große Macke MdL, Agrarpolitischer Sprecher


"Akteure im ländlichen Raum – Bedeutung des Agribusiness´ im Agrarland Niedersachsen"
Impulsreferat: Prof. Peter Weingarten (Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Braunschweig
Podiumsdiskussion:

  • Hans-Heinrich Ehlen MdL, Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung des Landes Niedersachsen
  • Werner Hilse, Präsident Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V.
  • Dr. Niels Pörksen, Vorsitzender des Vorstandsressorts Agrarwirtschaft der Nordzucker AG
  • Moderation: Klaus von der Brelie, Hannoversche Allgemeine Zeitung


"Masterplan für den Ländlichen Raum – Demographischer Wandel, starke Kommunen, Infrastruktur und Grundversorgung"
Impulsreferat: Peter Hauk MdL, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg - ehemals Minister für Ernährung und Ländlichen Raum des Landes Baden-Württemberg

Podiumsdiskussion:
Hans Eveslage, Landrat des Landkreises Cloppenburg

Agnes Witschen, Vorsitzende des Landfrauenverbandes Weser-Ems
Prof. Dr. Hans-Ulrich Jung, Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung
Rainer Rauch, Bürgermeister der Gemeinde Lindern (Oldenburg)
Moderation: Klaus von der Brelie, Hannoversche Allgemeine Zeitung

Schlusswort:
Karl-Heinrich Langspecht MdL, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag

Fraktionsabend
“Erdverbunden und bodenständig“
Eröffnung durch den Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen
Christian Wulff MdL

Flyer, Einladung und Programmablauf zum Download
Schwerpunktthema_LaendlRaum_Einladung_Ko[...].pdf
Adobe Acrobat Dokument [1.3 MB]

Der Kongress am 3. März 2010

Die Mehrheit der Niedersachsen lebt in ländlichen Räumen. Der Großteil der  Fläche in Niedersachsen fällt unter den Begriff Ländlicher Raum. Zwischen Nordseeküste und Harz liegen vielfältige Kultur- und Naturlandschaften, die überwiegend von der Land- und Forstwirtschaft geprägt werden. In Niedersachsen als dem Agrarland Nummer eins in Deutschland bildet die Agrarwirtschaft nach der Automobilindustrie den zweitwichtigsten Wirtschaftsfaktor.

Aus diesem Grund hat sich die CDU-Landtagsfraktion im Jahre 2010 für das „Schwerpunktthema: Ländlicher Raum – Netzwerk ohne Grenzen“ entschieden. Und wegen eben dieser Bedeutung des ländlichen Raumes für Niedersachsen hat die Fraktion am 3. März 2010 in die  Räume der Hochschule Vechta zum Kongress geladen. Vor 450 Teilnehmern, überwiegend Akteure aus dem ländlichen Raum, begann Professor Dr. Peter Weingarten, Leiter des Instituts für ländliche Räume am Johann Heinrich von Thünen Institut in Braunschweig, die Fachtagung mit einem Impulsreferat. Er plädierte insbesondere für eine bessere Vernetzung und Zusammenarbeit in der Agrarforschung.  Diese sei noch zersplittert und könne daher Potentiale noch nicht optimal nutzen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion hoben Landwirtschaftminister Hans-Heinrich Ehlen sowie Landvolkpräsident Werner Hilse die Wettbewersfähigkeit unserer landwirtschaftlichen Betriebe hervor. Die niedersächsische Land- und Ernähurngswirtschaft haben sich bereits in der Vergangenheit durchaus erfolgreich am Markt orientiert. Dennoch könne die Wertschöpfungskette weiter verbessert werden. Das Beispiel der Milchpreisentwicklung hat gezeigt, wie wichtig eine breite Produktpalette ist, um in Krisenzeiten den Absatz zu verlagern und schnell andere Erlöswege beschreiten zu können. Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass die Politik nicht bei allen Schwierigkeiten einschreiten kann. Häufig würden die Gesetze des Marktes die Entwicklungen bestimmen, weshalb sich der moderne Landwirt frühzeitig und umfassend informieren müsse, um seine Entscheidungen den Anforderungen entsprechend treffen zu können.

Der ehemalige Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz des Landes Baden-Württemberg und jetzige CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Hauk trug in seiner fachlich fundierten Art zu den Entwicklungen und Herausforderungen im ländlichen Raum vor. Dabei ging es beispielsweise um den Erhalt der Ortskerne ebenso wie um die Voraussetzungen lebenswerter und attraktiver Perspektiven für junge Familien. Wirtschaftliche wie soziale Gesichtspunkte gehen hierbei Hand in Hand.

Auch das zunehmende Problem der ärztlichen Versorgung in der Fläche wurde von den Teilnehmern des zweiten Themenblocks „Masterplan für den ländlichen Raum – Demographischer Wandel, starke Kommunen, Infrastruktur und Grundversorgung“ diskutiert. Peter Hauk führte hierzu das „Buschgeld“ an, mit dem junge Mediziner für die Praxen fernab der Ballungsgebiete in Baden-Württemberg gewonnen werden sollen. Die Vorsitzende des Landfrauenverbandes Weser-Ems, Frau Agnes Witschen, brachte die Funktion und die Bedeutung der Frauen im ländlichen Raum in die Runde ein. So würden Frauen oft selbst Initiativen ergreifen und sich im gegenseitigen Miteinander bei Alltagsfragen wie der Kinderbetreuung oder gelebten Dorfgemeinschaft unterstützen.
Mit dem Kongress hat  sich die CDU-Landtagsfraktion einmal mehr für lebendige und lebenswerte ländliche Räume ausgesprochen, die jungen Menschen und Familien Perspektiven bieten, aber auch der älteren Generation die Versorgung sichern. Während der Veranstaltung und auch beim darauf folgenden Empfang wurde zwischen den Anwesenden die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit aller Akteure im ländlichen Raum deutlich.
Nicht zuletzt die demographische Entwicklung wird uns zukünftig immer stärker bereichsübergreifend denken lassen. Fragen der Lebens-, Bildungs- und Arbeitsbedingungen, aber eben auch eine flächendeckende medizinische sowie soziale Versorgung und eine moderne Infrastruktur werden zunehmend eine entscheidende Rolle für Lebensqusalität und Zukunft in den ländlichen Regionen spielen. Nur gemeinsam wird es der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft gelingen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.
Das Schwerpunktthema beinhaltet noch weitere Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themenkomplexen. Hieraus wollen wir Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen gewinnen, mit denen wir erfolgreich unsere künftige Politik für den ländlichen Raum gestalten können.